Albanien
Einreise und Fakten
Einreise für Deutsche Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass oder Personalausweis, Rückreisetickets, ausreichende Geldmittel. Landesdaten Lage Die Republik Albanien grenzt im Nordwesten an Montenegro, im Nordosten an den Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Südosten/Süden an Griechenland. Im Westen und Südwesten sind die Adria und das Ionische Meer die Begrenzung. Fläche: 28.748 km². Verwaltungsstruktur: 12 Präfekturen, 36 Distrikte. Einwohner Bevölkerung: ca. 3,1 Millionen. Städte: Tiranë (Tirana, Hauptstadt) ca. 343.000, Durrës (Durazzo) ca. 99.500, Elbasan ca. 87.800, Shkodër (Skutari) ca. 82.500, Vlorë (Valona) ca. 77.700, Korçë (Koritza) ca. 55.100, Fier ca. 45.200. Sprache Die Amtssprache ist Albanisch. Zeitverschiebung Mitteleuropäische Zeit (MEZ); da auch in Albanien Sommerzeit gilt, gibt es keinen Zeitunterschied. Stromspannung 220 Volt, 50 Hertz In der Regel passen die in Deutschland üblichen Stecker. Telefon/Post Post Bei Postsendungen ist mit wochenlanger Zustelldauer oder auch mit Verlusten zu rechnen. Wichtige Sendungen sollten per Einschreiben verschickt werden. Telefon Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Albanien ist 00355, von Albanien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. In einigen größeren Städten gibt es Selbstwählferndienst. In weiten Teilen des Landes ist die telefonische Erreichbarkeit auch über das Festnetz schlecht. An einer Modernisierung des Fernmeldewesens wird jedoch gearbeitet. NOTRUFNUMMERN: Polizei 19 und 129; Unfallrettung 17 und 126/127; Feuerwehr 18 und 128. Mobilfunk Netztechnik: GSM 900/1800. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Albanien von T-Mobile, E-Plus, O2 und Vodafone. Mobiltelefone mit Roamingvertrag funktionieren nur in der Umgebung Tiranas und einiger größerer Städte. Internet Länderkürzel: .al Feiertage 1.-4. Januar (Neujahr), 14.-15. März (Frühlings-Tag), 22. März (Nevruz-Fest), 22. April (Karfreitag), 25. April (Ostermontag), 1.-3. Mai (Tag der Arbeit), 19. Oktober (Mutter-Theresa-Tag), 28.-29. November (Nationalfeiertag), 25.-26. Dezember (Weihnachten). Islamische Feiertage 2011 (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!): 30. August (Fastenbrechen am Ende des Ramadan), 6. November (Opferfest). Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein. Fällt ein staatlicher Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, ist der nächste Arbeitstag frei. Liegt zwischen dem Wochenende und einem Feiertag nur ein Arbeitstag, kann dieser auch als Feiertag begangen werden. Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August. Öffnungszeiten Banken: Mo bis Fr 8-16 Uhr, einige Banken sind auch samstags (8-12 Uhr) geöffnet; Post: Mo bis Fr 8-17 Uhr, Sa 8-13 Uhr; Geschäfte: in der Regel Mo bis Fr 8.30-12, 15-19 Uhr, Sa 8.30-16 Uhr; Büros: Mo bis Fr 8.30-16 Uhr; Behörden: Mo bis Fr 8-15 Uhr oder 8.30-16 Uhr. Kleidung Für Albanien benötigt man im Allgemeinen die gleiche Kleidung wie im übrigen Europa. Während der Sommermonate leichte, gut waschbare, atmungsaktive Sommerkleidung; für Aufenthalt im Bergland auch Wollsachen (Nächte sind kühl). Ansonsten sollte der Jahreszeit entsprechend zusätzlich wärmere Kleidung mitgenommen werden. Regenschutz ist erforderlich. |
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Land und Leute
Geschichte/Politik Seit 1991 ist Albanien eine Präsidialrepublik. Wirtschaft Albanien ist reich an Bodenschätzen. Durch den Zusammenbruch des osteuropäischen Marktes fehlen Albanien die Absatzmärkte für die zum Teil noch unerschlossenen Vorkommen. Albanien zählt zu den ärmsten Ländern Europas. Über die Hälfte der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, dennoch werden Nahrungsmittel von der Europäischen Union dem Land zur Verfügung gestellt. Tourismus ist trotz guter Voraussetzungen und vieler Kulturdenkmäler wirtschaftlich unbedeutend. Religion Nach der Aufhebung des sozialistischen Religionsverbotes gibt es heute rund 60 Prozent Moslems (davon etwa zwei Drittel Sunniten), 20 Prozent orthodoxe Christen und 10 Prozent Katholiken. |
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Gebräuche, Kulinarisches
Kulinarisches Die Küche Albaniens ist vom Balkan geprägt und trägt natürlich viele türkische Elemente. Man isst viel Hammelfleisch "tave". "Kukurec" sind gefüllte Schafsdärme und ist ein im Süden beliebtes Gericht. "Tarator" ist eine kalte Gurkensuppe. Als Nachtisch ist "Oshaf" beliebt, ein Schafsmilch-Pudding mit Feigen. Einheimisch Weine sind hervorragend, jedoch nicht immer zu bekommen. Raki ist ein Tresterschnaps, Maulbeerschnaps "raki mani" ist eine Besonderheit aus Korca. Türkischer und italienischer Kaffee werden gerne getrunken. Sitten und Gebräuche Die Albaner haben für "ja" und "nein" andere Kopfgestik als üblich, so dass es leicht zu Missverständnissen kommen kann. |
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Klima und Wetter
Klimainformationen Albanien besitzt ein typisches Mittelmeerklima mit trockenen, warmen Sommern und feuchtmilden Wintern. Das Klima im gebirgigen Landesinnern entspricht mehr kontinentaler Prägung; im Sommer ist es warm und im Winter teilweise sehr kalt. Beste Reisezeit Die besten Reisemonate für Albanien sind April, Mai und Juni sowie September und Oktober. |
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Gesundheit
Vorgeschriebene Impfungen Keine bei Einreise direkt aus Europa. Gelbfieber bei Einreise aus INFEKTIONSGEBIETEN. Empfohlene Impfungen Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus. Informationen zur Malaria Malaria Keine. Verbreitung Albanien ist malaria-frei. Ärztliche Hilfe Information über die Deutsche Botschaft in Tirana. |
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Geld und Umtausch
Währung Währungseinheit Währungseinheit: Lek (LEK) 1 Lek = 100 Qindarka. (In der Praxis haben die Qindarka keinerlei Bedeutung mehr, die Preise werden nur in ganzen LEK angegeben) Derzeitiger Kurs: 1 Euro = ca. 141,41 LEK 1 US-$ = ca. 104,51 LEK Hinweise Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.) Devisenbestimmungen/Umtausch Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt, Deklarationspflicht. Mitnahme von Euro oder US-$ in kleinen Stückelungen empfohlen. Einfuhr Landeswährung: nicht erlaubt Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung Ausfuhr Fremdwährung: bis zum Betrag von 5.000 US-$ bzw. bis zum Betrag der deklarierten Einfuhr erlaubt. Ausfuhr Landeswährung: nicht erlaubt Internationale Kreditkarten: Ja - werden in größeren Hotels (bei Buchung klären) und einigen Banken akzeptiert. Ansonsten ist Barzahlung die gängige Zahlungsweise. Geldautomat: Ja - in größeren Städten vorhanden. Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und an einigen Automaten mit Maestro-Zeichen auch mit der EC-Karte (und PIN) möglich. Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$, werden jedoch nicht als Zahlungsmittel akzeptiert und können nur in Tirana umgetauscht werden. |
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Wichtige Adressen
Auskunftstellen Botschaften und Konsulate Ärztliche Hilfe Information über die Deutsche Botschaft in Tirana. |
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Reisetipps
Sehenswertes Tirana Die Hauptstadt Albaniens liegt am Fuße des Dajti-Berges. Im Zentrum ist die Moschee von Et'hem Bey, die 1789 erbaut wurde, zu besichtigen. Sehenswert ist auch der 35 Meter hohe Uhrenturm von 1830. Die zahlreichen Museen sind mitunter geschlossen, die archäologischen Sammlungen sind sehenswert. Den besten Überblick über dieses Zentrum des Landes hat man vom Heldenfriedhof aus. Berat Berat gehört zu den ältesten Städten des Landes und war schon im zweiten Jahrhundert v. Chr. von den Römern unter dem Namen Antipatrea besiedelt. Die beeindruckende Burg ist auf einem Hügel erbaut und enthält innerhalb der Mauern ein ganzes Stadtviertel mit vielen noch erhaltene Baudenkmälern und Kirchen. Hier befindet sich auch das Onufri-Museum, das die bekanntesten Ikonen Albaniens beherbergt. Die malerische Altstadt ist durch eine siebenbögige Brücke mit den anderen Stadtteilen verbunden. Gjorakastër Die Altstadt stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert und ist als Museumsstadt geschützt. Mitte 2005 wurde sie in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die engen Gassen und auch der Bazar wurden restauriert. Von der Burg hat man einen schönen Blick über die ganze Stadt. Alle 4 bis 5 Jahre findet hier das Nationale Volksmusikfestival statt, bei dem Musikgruppen aus dem gesamten albanischsprachigen Raum auftreten. Krujë Krujë liegt malerisch am Rande eines 600 m hohen Bergmassives direkt an der Adria. Der "Balkon der Adria" war Stammsitz des Nationalhelden Skanderberg, der sich hier gegen eindringende Osmanen verteidigen konnte. Pogradec Pogradec, das am Rande des Ohrid-Sees gelegen ist, ist eines der Haupttouristenzentren des Landes. Ein Besuch lohnt sich vor allem während der Frühjahrsblüte, die wunderschön ist. Shkodër Shkodër (Skutari), das am Ufer eines Sees liegt, befindet sich sehr nahe an der Grenze zu Montenegro. Die älteste Stadt Albaniens wird von der Burg Rozafa überragt. Nordöstlich von Shkodër steht die mittelalterliche Mesi Brücke. |
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Reisehinweise
Reisehinweise Das Auswärtige Amt rät, sich von Massenkundgebungen fernzuhalten. Kriminalität Vorsichtsmaßnahmen gegen Kleinkriminalität (wie Taschendiebstahl) sollten eingehalten werden. Reisende aus dem Ausland werden nur in Ausnahmefällen Opfer organisierter Kriminalität. Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden. Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen". Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen Drogenbesitz und -handel ist strafbar und wird streng geahndet. Auch Prostitution sowie sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit sind verboten. Illegaler Handel mit Kunst und Kulturschätzen kann mit Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren geahndet werden. Ein Großteil der Straßen ist im schlechten Zustand, die Beschilderung ist oft ungenügend. Es wird empfohlen, sich insbesondere im Norden des Landes auf den Hauptstraßen zu halten und möglichst nur am Tage zu fahren. Grundsätzlich anzuraten ist die Begleitung eines zweiten Fahrzeugs sowie eines sprach- und landeskundigen Begleiters, der von bekannter Seite empfohlen wurde. SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden. Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen. |