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Literaturempfehlung: Flußkreuzfahrten auf dem Dnepr

Flußkreuzfahrten auf dem Dnepr
Titel: Flußkreuzfahrten auf dem Dnepr
Autor: Edeltraut Maier-Lutz
Verlag: Trescher Verlag
Erschienen: Februar 2005
Zielgruppe: Reiseleiter, Reisegast

Vorwort

Eine Reise über den Dnepr, den drittlängsten Strom Europas, bietet vom Beginn bis zum Ende vielseitige Begegnungen und zeigt interessante Facetten eines weithin noch wenig bekannten Reisegebietes. Während der abwechslungsreichen Fahrt kann man viel über Geschichte und Kultur der Ukraine erfahren. Der Weg führt von der lebhaften Hauptstadt des Landes bis in die entferntesten Winkel, die nur auf dem Wasserweg zu erreichen sind, und endet an den Ufern der mehrfach in die Geschichte eingegangenen Halbinsel Krim. Auf dem Weg über das Schwarze Meer wird die Flußfahrt dann sogar zur Seefahrt.
Bereits vor über 1000 Jahren wurde die Route vom Norden her als Weg zum Schwarzen Meer entdeckt und als Handelsweg genutzt. Der Handel prägte stets das Leben an den Ufern: Schon früh entstanden Ansiedlungen, die sich teilweise zu großen Städten entwickelt haben. Die Siedlungsgebiete waren aber auch im Verlauf der Geschichte vielfach das Ziel von Invasoren. Der Strom nahm im Bewußtsein der Bevölkerung stets einen besonderen Rang ein, denn vieles hat sich an seinen Gestaden ereignet. In Lyrik und Lied wie auch in der Malerei wurde er verherrlicht.
Bis heute hat der Dnepr Einfluß auf die Geschichte und Wirtschaft des Landes, und er ist die wichtigste Transportader der Ukraine geblieben. Auch als Wasserspeicher ist der Strom unverzichtbar, im 20. Jahrhundert wurde er außerdem ein bedeutender Energielieferant, und seine Ufer sind zu einem begehrten Standort geworden. Die technische Entwicklung bedingte im vergangenen Jahrhundert mehrfache Eingriffe, die den Lauf des Stroms verändert haben. Stauwerke ließen den Dnepr anschwellen, so daß er abschnittweise einem See gleicht. Mächtige Kabelstränge gehen über ihn hinweg, und verschiedene schmale und breite Brücken verbinden die Ufer.
Bei einer Fahrt den Dnepr entlang und besonders bei den Landgängen erhält man ein umfassendes Bild der seit 1990 wieder souveränen Republik Ukraine. Im Spannungsfeld von Technik, Kunst und Kultur sind auch die Zeugen der Geschichte an vielen Stationen gegenwärtig. Gleichzeitig zeigen das Land am Strom und die Halbinsel Krim ihr modernes Gesicht und unterstreichen damit ihren Anspruch, im neuen Europa einen Platz zu erhalten.
Von Kiev bis zur Krim kann man informative, abwechslungsreiche und erholsame Tage auf dem Wasser und an Land erleben. Das Programm an Bord bietet zusätzliche Informationen und Unterhaltung.
Dieser Reiseführer soll mit seinen Hinweisen das Erlebnis einer Kreuzfahrt auf dem Dnepr erweitern und vertiefen.

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